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Action Mekka Queenstown in Neuseeland

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Schon länger wollte ich über Neuseeland schreiben, die zauberhafte „Insel der langen weißen Wolke“, wie die Maori ihre Heimat nennen (Aotearoa). Allerdings bietet die Doppelinsel eine derartig große Vielfalt an attraktiven Landschaften und Sehenswürdigkeiten an, dass sie unmöglich innerhalb eines einzigen Artikels erfasst werden kann. Ich konzentriere mich daher hier auf die Stadt Queenstown auf der Südinsel, die quasi der größte Backpackerspielplatz der Südhalbkugel ist.

Was ist das Besondere an Queenstown?

Schon die Lage von Queenstown beeindruckt jeden Neuankömmling. Die Stadt wurde Mitte des 19. Jahrhunderts während des neuseeländischen Goldrausches am Nordufer des Lake Wakatipu in den Ausläufern der neuseeländischen Alpen gegründet. Der See und die Bergen bieten unzählige Sport- und Abenteuermöglichkeiten. Queenstown behauptet von sich, das heute weltweit verbreitete Bungee Jumping an der Kawerau Bridge erfunden zu haben zu haben. Neben dem heute mit 43 Metern eher zahmen Original-Bungee wartet Queenstown mit dem höchsten Sprung Australasiens auf – 143 Meter geht es beim Nevis Bungy in die Tiefe.

Der neueste Hit bei den Abenteuertouristen ist die Schaukel (Swing). Dabei handelt es sich natürlich nicht um eine kleine Schaukel auf dem Kinderspielplatz: Wie beim Bungee wird der Schaukler an einem Seil in die Tiefe fallen gelassen, sitzt dabei aber in einer Art Schaukel und kann dann 160 Meter über dem Erdboden in einem Canyon hin- und her schaukeln.

Flying Foxes und Ziplines runden das Angebot in der Luft ab. Wer sich seinen Adrenalinstoß llieber auf dem Wasser holt, kann auf den Flüssen Shotover und Kawarau unzählige Abenteuer buchen. Neben dem klassischen Whitewater Rafting, gibt es beispielsweise River Sledging und River Surfing. Dabei rauschen die Teilnehmer auf eine Art Plastikschlitten oder auf einem Surfbrett den reißenden Fluss hinunter.

Weitere Aktivitäten in Queenstown

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Neben den „Adrenaline Thrills“, die die meisten Besucher anlocken, bietet Queenstown natürlich noch eine ganze Reihe weiterer Aktivitäten: Wandern und Mountainbiken in den Bergen, Wassersport auf dem See oder eine ganz entspannte Ballonfahrt um die herrliche Natur aus der Vogelperspektive zu erleben. Mit dem Flugzeug oder Helikopter geht es zum „Flightseeing“ über den nahen Milford Sound, den wohl schönsten Fjord der Südhalbkugel.

Die günstige Möglichkeit um Queenstown von oben zu sehen ist die Gondelbahn Skyline Queenstown, die auf Bob’s Peak hinauf führt. Queenstown wäre nicht Queenstown, wäre der Rückweg nicht wieder etwas ganz besonders: Bergab geht es über die 2800 Meter lange Rodelbahn!

In den Wintermonaten (d.h. unseren Sommermonaten!) verwandelt sich Queenstown dann in ein Paradies für Wintersportler mit zahlreihen beliebten Pisten für Skifahrer und Snowboarder.

Der Besuch in Queenstown

Natürlich wird von Deutschland aus niemand die lange Anreise nach Neuseeland nur für einige Tage in Queenstown auf sich nehmen. Für die meisten Backpacker ist es ein längerer Zwischenstopp auf der größeren Neuseeland-Rundreise. Als beliebtes Touristenziel wird Queenstown von den großen Buslinien wie InterCity Coachlines angefahren, die alle größeren Städte miteinander verbinden. Schneller geht es über den Queenstown International Airport, der u.a. von Auckland, Wellington und Christchurch angeflogen wird, sowie von den australischen Städten Brisbane und Sydney.

Hostels für Backpacker sind in Queenstown in großer Zahl vorhanden und bieten den heute üblichen Standard mit kostenlosem WLAN und Selbstversorgerküche. Wer etwas tiefer in die Tasche greift, findet auch schöne Hotel mit eigenem Badezimmer und anderen Annehmlichkeit. Für Neuseelandurlauber, die mit Motorhomes und anderen Campingwagen unterwegs sind, stehen Campingplätze zur Verfügung.

Für den Aufenthalt in Queenstown sollten einige Tage eingeplant werden. Auch ohne die zahllosen „Attraktionen“ lädt die wunderschöne Natur zum Verweilen und Entspannen ein. Wer sich den Adrenalinkick holen will, sollte außerdem ein entsprechend großes Budget einplanen, denn Bungee Jumps, Swings, River Surfing und Hang Gliding sind keine billigen Aktivitäten. Dennoch steht für mich außer Frage, dass es sich lohnt!

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