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Krank auf Reisen: so funktioniert der Krankenrücktransport nach Deutschland!

krankenrücktransport

Stellt man sich einen „Backpacker“ bildlich vor, so denkt man eine Person, die am Flughafen im Ausland ihren riesigen Rucksack entgegennimmt und sich gerüstet mit einer Stadtkarte und natürlich einem breiten Lächeln in das nächste Abenteuer stürzt. Dabei ist das Wort „Abenteuer“ in der Regel keinem konkreten Plan unterworfen. Vieles auf diesen Tipps geschieht intuitiv und aus einer guten Laune heraus. Nur so wird das eigene Abenteuer schließlich zu einem echten Erlebnis!
Ein weitaus unangenehmeres Thema in diesem Zusammenhang ist nach wie vor das Szenario einer plötzlichen Erkrankung im Ausland. Obwohl es jährlich mehrere hundert Fälle gibt, in denen reisende Personen nach einer Erkrankung oder gar einem schwereren Unfall über einen sog. Krankenrücktransport in ihr Heimatland befördert werden müssen, verschließt man als reiselustiger Tourist vor diesen Themen in der Regel dann doch ganz gern die Augen. Irgendwie passt dieses Thema einfach nicht in die eigene, mit positiven Gedanken aufgeladene Reiseplanung.
Aber gerade dann, wenn man jährlich viel unterwegs ist und das Abenteuer in jeglicher Form liebt, sollte man zumindest ein grobes Grundverständnis darüber haben WIE man im Notfall handeln sollte und WAS GENAU bei einem Krankenrücktransport geschieht. Und genau diesen Überblick möchten wir euch in diesem kleinen Artikel geben!

krankenrücktransport organisieren

Was ist ein Krankenrücktransport eigentlich?

Bei einem Krankenrücktransport wird durch die entsprechenden Dienstleister dafür gesorgt, dass die im Ausland verunglückte Person schnellstmöglich – und vor allem sicher – an den eigenen Heimatort bzw. das dort angesiedelte Krankenhaus befördert wird. Die Umstände, die einen Krankenrücktransport hervorrufen bzw. nötig machen sind genauso unterschiedlich wie die eigentlichen Szenarien, in denen man sich bei seinem Urlaub (schwer) verletzen kann. Wie so oft geschehen solche Dinge nämlich rein zufällig und laufen in der Realität meist so schnell ab, dass man sie als involvierte Person ohnehin nicht mehr verhindern kann. Ob man als Rollerfahrer in Thailand verunglückt oder man im chaotischen Straßenverkehr von Beijing von einem Elektroroller angefahren wird: passieren kann einem immer etwas! Und nachdem die medizinische Erstversorgung selbstverständlich vor Ort stattfindet, möchte man als verunglückte Person im Ausland in der Regel einfach nur noch eines, nämlich schnellstmöglich in die Heimat, an den Ort, wo man alles besser kennt und einem vieles Vertrauter ist, abtransportiert werden. Je nach eigenem Krankenstand gestaltet sich dieses Unterfangen allerdings äußerst kompliziert!

Wie läuft ein Krankenrücktransport im Alltag eigentlich ab?

So wie die einzelnen Krankenstände völlig unterschiedlich sind, so wird auch der Krankenrücktransport aus dem Ausland auf die verunglückte Person speziell zugeschnitten.
Der Rücktransport kann grds. mit einem Ambulanzflugzeug, in besonders zeitkritischen Fällen auch mit einem Ambulanzhelikopter geschehen. Hier muss von den Spezialisten auf beiden Seiten abgeschätzt werden, welcher spezielle Weg im Einzelfall von Nöten ist, um den gesundheitlichen Zustand der verunglückten Person so stabil wie möglich zu halten und während dem Krankenrücktransport nicht zu verschlechtern. Selbstverständlich können beide Rücktransportvarianten ärztlich so ausgestattet werden, dass sie ein komplettes Krankenzimmer bzw. sogar eine Intensivstation darstellen. Ohne diesen Umstand wären die meisten Krankenrücktransporte nämlich so gut wie unmöglich und die verunglückte Person wäre bis zu seiner Genesung am jeweiligen Unfallort gefangen – eine Horrorvorstellung für den Patienten und seine Familie!

krankenrücktransport aus dem ausland

In Einzelfällen wird der Krankenrücktransport auch über die Nutzung von entsprechend Linienflugzeugen abgewickelt. Für den Patienten und seine Familie können durch diesen Vorgang in der Regel nicht unerhebliche Kosten gespart werden!
Auch bei dieser Variante wird das Flugzeug entsprechend den vorliegenden Gegebenheiten angepasst. Je nachdem, ob der Patient liegend oder sitzend transportiert werden kann, wird das Flugzeug vor dem Abflug entsprechend hergerichtet. Mit an Bord ist während der kompletten Flugzeit natürlich auch ein Arzt, der im Notfall die entsprechenden Schritte einleiten und gesundheitliche Lage des Patienten an Bord im Bestfall stabil halten kann.

Alles andere als wünschenswert, aber trotzdem ein wichtiges Thema!

Mit diesem Grundwissen hat man als „Abenteurer“ nun genügend Informationen, mit deren Hilfe man im Ernstfall handeln kann. Dabei gilt es fortan natürlich nicht darum „Schwarz zu malen“ und entsprechend missliche Lagen damit automatisch anzuziehen. Im Vordergrund des eigenen Urlaubs sollte nämlich nach wie vor der eigene Spaß und eben das nächste große Abenteuer stehen. Doch wie so oft helfen euch diese Informationen, die ihr bereits vorab konsumiert habt, dabei im Ernstfall richtig zu handeln. Bekanntlich ist der schlechteste Zeitpunkt, an dem man das Schwimmen lernt nämlich der, wenn man gerade am Ertrinken ist!