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Günstig übernachten: Couchsurfing, AirBnB & Co.

15.07.2014 Aus Von mwiersema

Nachdem wir uns schon ausführlicher mit günstigen Flügen beschäftigt haben, soll es heute um das Thema „günstige Übernachtungen“ gehen. Gerade allein reisende Backpacker und alle, die beim Reisen jeden Cent dreimal umdrehen müssen, hatten bis vor einigen Jahren kaum eine Alternative zu billigen Hostels mit Schlafsälen für 10 bis 20 Personen. Und während viele Backpacker auch heute noch Hostels bevorzugen, in denen sich spielend leicht Kontakte zu anderen knüpfen lassen, waren sie anderen schon immer eher ein Gräuel. Zum Glück gibt es heute dank des Internets Alternativen.

Couchsurfing: Übernachten zum Nulltarif

Vor etwa zehn Jahren begann das Phänomen des „Couchsurfing“: Menschen in aller Welt öffneten ihre Türen zum Nulltarif für Gäste. Dabei muss es nicht immer die Couch des Gastgebers sein – häufig gibt es auch ein echtes Gästezimmer mit gemütlichem Bett und dazu natürlich weitere Vorteile wie eine Küche und ein Badezimmer, das lediglich mit dem Gastgeber geteilt werden muss. Dieser ist natürlich der wichtigste Vorteil des Couchsurfings: Gerade in exotischen Regionen der Welt ist das Couchsurfing eine hervorragende Möglichkeit, einen gastfreundlichen Einheimischen kennenzulernen und Einblicke in das Alltagsleben zu gewinnen. Die Gastgeber helfen zudem gerne mit Insidertipps zu ihrem Wohnort oder spielen sogar den Stadtführer. Warum? Viele Menschen genießen es einfach, auf diese Weise Menschen aus aller Welt kennenzulernen.

Für wen ist Couchsurfing geeignet?

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Alleinreisende, die echtes Interesse am bereisten Land und seiner Kultur mitbringen und die zuhause bei Mutti gelernt haben, hinter sich selbst aufzuräumen und keinen Saustall zu hinterlassen. Intelligente Unterhaltung und ein kleines Geschenk für den Gastgeber (oder eine Einladung zum Essen) sind ebenfalls gerne gesehen. Wer jedoch nur „Party machen“ im Sinn hat, ist in einem Hostel wahrscheinlich besser aufgehoben. Für allein reisende Frauen ist es leider grundsätzlich ratsam, nur bei weiblichen Gastgeberinnen oder Familien zu übernachten.

AirBnB & Co: Zahlen für das Gästebett

Ähnlich wie Couchsurfing funktionieren Portale wie AirBnB und Wimdu, bei denen Privatpersonen ihre Gästezimmer gegen ein Entgelt vermieten. Die Preise liegen dabei unter denen für Hotelzimmer und zugleich gibt es auch hier wieder die Vorteile des Couchsurfing wie nette lokale Gastgeber, eine Küche um einfache günstige Mahlzeiten zubereiten zu können und ein Badezimmer, das nur mit dem Gastgeber geteilt werden muss. Manche Anbieter stellen nicht nur ein Gästezimmer zur Verfügung, sondern die gesamte Wohnung (z.B. eine zu diesem Zeitpunkt nicht genutzte Zweitwohnung). Diese Portale sind gut für Personen geeignet, die zwar nichts dagegen haben, mit dem Gastgeber ab und zu einige Worte zu wechseln oder sich Tipps geben zu lassen, aber nicht so sehr als „Gast“ auftreten zu müssen, der stets gute Gesellschaft sein muss.

Leider tummeln sich immer mehr kommerzielle Anbieter auf den Portalen, die ganz gewöhnliche Hotelzimmer in kleinen Pensionen und B&Bs dort einstellen oder ganze private Häuser in Pseudo-Pensionen verwandeln. Für den Gast immer noch ein finanzieller Vorteil, doch gerade in Großstädten mit hoher Wohnungsnot nicht gerne gesehen. In manchen Städten, z.B. in New York City, kann durchaus mal das Ordnungsamt anklopfen.

Homestays

Im Zeitalter von Couchsurfing und AirBnB wirkt die klassische Homestay-Übernachtung wie ein Relikt aus alten Tagen. Das Wort „Homestay“ bezeichnet vor allem eine günstige Übernachtung in ländlichen Gebieten bei Einheimischen. Statt Gästebett und WLAN gibt es hier eine ausgerollte Matte auf dem Holzboden und eine Schüssel Reissuppe zum Abendessen. Homestay ist die klassische Methode, kleine Einblicke in eine völlig andere Kultur und Lebensweise zu bekommen, zum Beispiel in den Bergdörfern von Laos oder auf den Reisterrassen von Bali. Günstig ist Homestay dabei nicht unbedingt, denn die vermittelnden Agenturen lassen sich ihre Dienste gut bezahlen. Andererseits ist es gerade für verwöhnte junge Westler eine Erfahrung von unschätzbarem W