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Party-Metropole Berlin

15.02.2014 Aus Von mwiersema

Für junge Leute aus aller Welt gehört die deutsche Hauptstadt Berlin zu den angesagtesten Zielen überhaupt. Und warum sich nicht als Backpacker erstmal im eigenen Land ausprobieren, statt sofort sechs Monate nach Indien zu fliegen? Berlin ist für junge Partyfreunde eine riesige Spielwiese mit zahllosen erstklassigen Clubs und Szenevierteln mit unzähligen Kneipen, Bars und Veranstaltungsräumen, in denen Konzerte und Events jeder Couleur stattfinden. Also nichts wie hin!

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Wie komme ich nach Berlin?

Alle Wege führen in die Hauptstadt: Berlin wird von ganz Deutschland aus von zahlreisen Fluggesellschaften wie Air Berlin, Germanwings, Easyjet und Lufthansa angeflogen. Bis der neue Großflughafen Berlin-Brandenburg (BER) irgendwann einmal  die Pforten öffnet, fliegen die Airlines weiterhin nach Tegel (TXL) im Norden von Berlin oder nach Schönefeld (SXF ) im Süden. Von Schönefeld geht es mit der S-Bahn in die City, von Tegel mit dem Airport-Bus (TXL, X9 oder 101).

Weiterhin ist Berlin natürlich auch mit der Bahn (zum schicken neuen Hauptbahnhof am Spreebogen) oder mit Fernbussen leicht zu erreichen.

Wo übernachte ich in Berlin?

DAS Ziel für jugendliche Partytouristen ist der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg im Osten von Berlin. Hier entstanden in den letzten Jahren unzählige neue günstige Backpacker-Unterkünfte vom günstigen Hotel bis zum typischen Hostel mit günstigen Mehrbettzimmern. Auch Privatzimmer sind über Portale wie AirBnB und Wimdu leicht zu finden.

Kreuzberg war schon zu West-Berliner Zeiten DAS Anarchoviertel schlechthin, in dem die alternative Szene vor allem in SO36 blühte. Friedrichshain auf der anderen Spreeseite gehörte zu Ost-Berlin und erlebte nach der Wende einen Aufschwung, als die schönen Gründerzeitbauten von der West-Berliner Szene  aus dem benachbarten Kreuzberg “erobert” wurden.  Die schöne Oberbaumbrücke bildet die Verbindung zwischen den beiden Vierteln, die heute fast schon zu “Kreuzhain” verschmolzen sind.

Allerdings droht dem Szeneviertel das gleiche Schicksal wie dem früher so angesagten Prenzlauer Berg: Die Gentrifizierung hat längst begonnen und auf der Kneipenmeile Simon Dach-Straße wird statt Berliner Kindl immer häufiger Latte Macchiato mit Bio-Soja-Milch ausgeschenkt.

Was gibt es in Berlin zu sehen?

Für den jugendlichen und jung gebliebenen Backpacker stehen die Kneipen und Clubs zwar im Mittelpunkt, aber dennoch sollte sich jeder Zeit nehmen, die Stadt selbst kennenzulernen. Dazu gehört der klassische Rundgang durch das Regierungsviertel in Mitte: Ausgehend vom Reichstag am Brandenburger Tor und dem Holocaust-Mahnmal zum Potsdamer Platz , zum Checkpoint Charlie in der Friedrichsstraße und am Gendarmenmarkt vorbei zurück zur Edelmeile Unter den Linden. Wer noch Kondition hat geht weiter bis zum Berliner Dom und zum Alexanderplatz. Von der Kugel des Fernsehturms gibt es einen grandiosen (leider nicht billigen) Rundblick über Berlin.

Geschichtsfans auf den Spuren des kalten Krieges besuchen die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße und Kulturfreaks die Museumsinsel mit dem Pergamonmuseum (Vorsicht Falle: Hier gibt es zwar etliche Fundstücke aus der Antike, aber die Nofretete, die jeder Berlin-Besucher sehen will, steht im “Ägyptischen Museum”, das wiederum zum Neuen Museum gehört).