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Börsenturbulenzen: Jetzt nach China reisen

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Im Gegensatz zu den südostasiatischen Staaten wie Thailand und Vietnam ist die Volksrepublik China kein günstiges Reiseziel (mehr). Vor allem in den großen Metropolen wie Shanghai und Beijing (Peking) liegen die Hotelpreise mittlerweile auf westlichem Niveau. Die schiere Größe des Landes lässt dazu die Transportkosten in die Höhe schnellen. Da kommt die Nachricht für Backpacker gerade recht, dass die chinesische Regierung den Yuan mehrfach abgewertet hat um die trudelnde chinesische Wirtschaft zu stützen. Reisen in China können dadurch ein Stückchen billiger werden.

Tipps für eine China-Rundreise

Wer das „Reich der Mitte“ besuchen will, sollte entweder sehr viel Zeit mitbringen oder sich auf bestimmte Regionen konzentrieren. Wer dem Abenteuer China noch etwas skeptisch gegenüber steht, kann sich zunächst die großen Städte wie Beijing, Shanghai und Hong Kong ansehen. Naturliebhaber sollten sich dagegen die Region Yangshou mit ihren Reisfeldern, Karstfeldern und kleinen Dörfern ansehen, in der das traditionelle ländliche China weiterlebt. Geschichtsfans kommen neben Beijing nicht um Xi’an mit der Terrakotta-Armee herum, während Tierfreunde wiederum Chengdu ansteuern, wo sich eines der größten Schutzzentren für die bedrohten Riesenpandas befindet. Ein guter Reiseführer und das Internet können dabei helfen, die beste Reiseroute festzulegen.

Die Chinesen sind es gewohnt lange Strecken zurückzulegen und entsprechend groß ist die Zahl an Nachtzügen mit Schlafwagen und Schlafbussen. Wer die Reise so organisiert, dass größere Strecken stets im Nachtzug zurückgelegt werden, spart zugleich Hotelkosten! Ein Bett im Schlafwagen sollte jedoch mindestens zwei-drei Tage im Voraus gebucht werden, da beliebte Strecken oft ausgebucht sind. Am besten erfolgt dies über Agenturen wie www.chinahighlights.com/china-trains. An den Bahnhöfen ist meist alles nur auf Chinesisch beschildert und die Schlangen sind lang.

In jeder größeren Stadt sind heute Hostels zu finden, die auf westliche Touristen ausgerichtet sind, so dass mindestens eine Person Englisch spricht. Auch hier ist das Internet die beste Informationsquelle.

Wie komme ich nach China?

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Wer sehr viel Zeit mitbringt, kann mit der Bahn nach China reisen: Zunächst geht es von Berlin nach Moskau und von dort mit der transsibirischen Eisenbahn nach Beijing. Die einfache Strecke nimmt etwa 8-9 Tage in Anspruch. Schneller geht es natürlich mit dem Flugzeug und hier ist die Auswahl mittlerweile sehr groß. Wer mag, kann beispielsweise mit Lufthansa oder Cathay Pacific direkt von Frankfurt nach Hong Kong fliegen und später von Shanghai oder Beijing mit Lufthansa, Air China oder China Eastern zurück fliegen. Air China ist nicht mit China Airlines zu verwechseln, die in Taiwan ansässig ist und von Deutschland aus auch nur auf diese Insel fliegt. Eine weitere große Airline ist China Southern, die beispielsweise nach Guangzhou (über Changsha) fliegt. Daneben bieten natürlich auch noch viele andere europäische Airlines wie Swiss (über Zürich), Austrian (über Wien), KLM/Air France, British Airways, usw. Verbindungen nach China an. Bei rechtzeitiger Buchung sind die Flüge oft schon für etwa 500€ zu haben.

Empfehlenswert ist auf jeden Fall, zunächst eine der großen Metropolen Hong Kong, Beijing oder Shanghai anzusteuern, die am besten auf ausländische Touristen eingestellt sind und sich dort allmählich zu akklimatisieren. Hong Kong und Shanghai sind ultramoderne Städte mit beeindruckenden Skylines und unzähligen Shopping-Möglichkeiten, während Beijing das beste Ziel für alle Besucher mit geschichtlichem Interesse an China ist. Hier gibt es schließlich u.a. die Verbotene Stadt, den riesigen Palast der chinesischen Kaiser, zu sehen, die Sommerpaläste am Stadtrand und den beeindruckenden Tempel des himmlischen Friedens. Die chinesische Mauer ist leicht im Rahmen einer Tagesfahrt zu erreichen.

Die wunderschönen Landschaften im Herzen Chinas lassen sich übrigens auch sehr entspannt bei einer Flusskreuzfahrt auf dem Yangtze erleben. Sie führen meist von Chongqing nach Yichang oder in die Gegenrichtung und sind je nach Saison schon für etwa 300 Euro zu haben.

Einige Tipps für China

Unbedingt vermieden werden sollten die großen Feiertage in China, wenn das halbe Land auf Achse ist. Züge und Inlandsflüge sind schon Wochen vorher restlos ausverkauft und Hotelpreise verdoppeln sich gerne. Die beiden „Goldenen Wochen“ finden um das chinesische Neujahrsfest (Ende Januar oder Anfang Februar) und zum National Day am 1.Oktober statt.

Niemand muss vor einer China-Reise unbedingt Chinesisch lernen, doch es kann sehr sinnvoll sein, sich mit den wichtigsten Schriftzeichen vertraut zu machen. Es gibt heute sogar schon praktische Apps fürs Smartphone: Einfach das Schriftzeichen mit der Kamera einscannen und die App liefert die Übersetzung.

Wer Angst vor der Luftverschmutzung in den chinesischen Städten hat, kann sich die App China Air Quality Index herunterladen: Sie weist darauf hin, wann es sinnvoll sein kann, eine Atemschutzmaske anzulegen (ein Hinweis: So schlimm wie bei uns gerne getan wird, ist es nicht!)

Der Yuan mag günstiger geworden sein, doch dies ändert nichts an den horrenden Visakosten für China: Das touristische Visum für die einmalige Einreise mag auf dem Papier nur 30 Euro kosten, doch dazu kommen grundsätzlich noch 65,45 Euro „Konsularprovidergebühren“ und eine Versandpauschale von 35,70 Euro. Ein sechs Monate gültiges Visum mit mehrmaliger Einreise kostet 60 Euro. Alles zusammen zahlt der geneigte Chinabesucher dann also 161,15 Euro nur um sich überhaupt im Land aufhalten zu dürfen.

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